Guide Tour BIH 2017

Die Vorbereitungen 

Es wurde geplant, besprochen und vorbereitet. Im Grunde die bisher am besten vorbereitete Tour. Mit vollem Dach durch die Hügel von Saverne gepflügt um Neigung und Verhalten bei freier Vorderachse zu Testen.. CB Funk, zweit Batterie sowie eine Thermoelektrische Kühlbox waren mit an Board. Auch ein 100W Solarpanel um die Batterie unterwegs am Leben zu erhalten. Im Technik bereich könnt ihr meine Einschätzung zu den Geräten nachlesen. Das Kalte Bier sollte nicht ausgehen. Immerhin sollte es keine Scout Tour sondern eine Guide Tour mit bis zu Fünf Fahrzeugen werden. Da man bei unverbindlichen Zusagen immer mit einigen absagen rechnen muss hat sich die Zahl der von Deutschland aus mitfahrenden auf ein Fahrzeug reduziert. Was aber die und Erwartung an die Tour nicht minderte.

Erste Etappe: Slowenien

Wir starteten sehr Früh am morgen um der anstrengendsten Etappe, Deutschland, zu vor zu kommen und keine Zeit in Staus oder Baustellen zu verlieren.

Als Anfahrtsroute wählten wir München – Salzburg – Villach. Kurz vor München ging Sonne langsam auf und man konnte dem Tau zuschauen wie er der Sonne mehr und mehr platz macht.

Auch ein Pärchen mir ihrem Grand Cherokee begenete uns und wir fuhren eine Zeit lang im dreier Convoy. Man begrüste sich Kopfnickend. Wo sie ihre reise wohl hinführen wird? Vielleicht lesen sie diesen Beitrag und haben Zeit für einen Kommentar :o) ?

Zeit für ein kleines Frühstück. Erste Rast.

Erstes Etappenziel war Bled in Slowenienen. Hier hatte ich die gewissheit auf einem Camping zu landen der mir aus früherheren Touren bekannt war.

Es lief gut und wir waren am Frühen vormittag vor Ort. Nach der grenze konnte wir den Stau Richtung Österreich.

Wir bauten nicht großartig auf.

Lediglich das Abendessen sollte dem anlass entsprechend lecker ausfallen. Ich sah es als meine Verpflichtung an Fahrer die mit mir unterewegs sind entsprechend zu verköstigen. Das die Situation für den Dutch Oven nicht geeignet war entschied ich mich etwas zu grendenzen das jedem Gefällt.

Wir ließen bei kaltem Bier den Tag ausklingen. Gedanklich war ich schon auf dem Weg und konnte es kaum erwarten weiter zu kommen.

Zweite Etappe: Bosien & Herzegowina 

Am nächsten Morgen, den Rezeptionsstau auf dem Camping überwunden, starteten wir Richtung Lubijana auf die Autobahn.

Die zweite Etappe sah vor über Zagreb auf die Autobahn Richtung Belgrad zu Fahren. Großartige Staus in dieser Richtung waren hier nicht zu erwarten. Im nachinein muss ich sagen das die Qualität der Autobahn nicht mir der Strecke Richtung Split zu vergleichen ist. Was daran liegt das es keine Haupstrecke des Tourismuss ist. Man sah Ungarische, Rumänische, Serbische und Mazedonische Autofahrer. Natürlich auch Kroaten und Bosiener. Die Raststätten waren teilweise in einem nicht so guten zustand wie man es von der Südlichen Autobahn gewohnt ist. Dies nur als Beschreibung des erlebten. Daher nicht als Wertung zu sehen. Intesant war allerdings zu sehen das es sich Richtung Süden schon ganz schön staute.

Kein Problem für uns.

Die frage das wir über die Kroatisch / Bosnische grenze Fahren ergab sich nicht. Nur wo genau hatte ich bewusst auf mich zukommen lassen. Also schaltete ich mein altes Tom Tom aus und begab mich in die Hände meiner Locus Map Pro navigation. Als Grenzübergang wählte ich dann Brćko. Ein kleiner mitten in der Stadt gelegener Übergang zu dem einen Brücke über den Fluss Save hinführt.

Ich muss sofort an die alten Agentenübergaben im Kalten Krieg denken. Tat den gandanken auch über CB Funk kund.

Wie im letzten Jahr sprach mich der Zöllner auf Bosnisch an. Ich fragte: ˋDeutsch oder Englisch?´ Er erwiederte:´Nein! Nur Bosnisch. Was hast du da alles dabei?´ Das ist wohl der Test ob ich ein Landsmann aus Deutschland bin oder doch nur ein verrückter Deutscher mit einem haufen scheiß dabei. Er wollte das wir rechts ran Fahren und die Kofferäume aufmachen. Nach diesem Kurzen check ließ er uns ohne weiteres Kopfschüttelnt weiter fahren.

Wir mussten unseren Biervorrat noch auffüllen damit wir im Wald versorgt waren. Wir suchten einen kleinen, bei uns würde man ´Tante Emma´laden sagen, aus. Die Verkäuferin war im ersten Moment etwas nervös, zumindest hatte sie so gewirkt, als sie auf ihrem geh weg Zwei geile Cherokee XJ´s sah :o). Dennoch wollte sie uns erst mit dem Bier etwas abzocken. Fünf Bier fünf Euro. Ich lachte und legte die anderen Sachen auf die Theke. Sie tippte und es ergab 17,50 KM. ´Siebze mak fufzisch´hatte bei uns damals vor dem Euro noch gesagt. Also ungefähr 8 Euro ungerade. Ich hielt ihr zehn Euro hin. Sie lächelte wir fuhren weiter. Nun war es noch ungefähr eine stunde fahrt. Schön wieder einmal durch die hügelige Landschaft zu cruisen.

Wir kommen am Fuss der Bergstrecke an und Parken an der dort gelegenen Tankstelle. Koppelstangen aushängen. Als Luftdruck wählten wir ca. 1,5 Bar. Also los endlich hoch zum Haus im Wald.

Schön endlich wieder hier zu sein. Ursprünglich. Abgelegen. Ruhig. Einfach schön.

Ankunft am Abend 

Wir wurden mit einem Kaffee und selbst gebranntem Schnaps begrüßt. Mama Tojic sollte uns auch die folgenden Tage mehr als ausreichend versorgen.

Nach dieser Stärkung fuhren wir hoch auf den Aussichtspunkt der gleichzeitig unser Schlafplatz sein sollte. Mein Ziel war es Bilder des Sonnenaufgang von dort aus zu machen. Da ich im letzten Jahr schon sehr begeistert von diesem Platz war starteten wir bevor es zu dunkel sein sollte.

Wir überlegten uns wie viele Fahrzeuge man hier unterbringen könnte um für die nächste Tour einen optimalen Campground zuhaben. Jetzt wurde es zeit für das Abendessen.

Bei landestypischer Küche ließen wir den Tag ausklingen. Der nächste morgen sollte perfekte vorlagen bieten um den Sonnenaufgang in Bilder einzufangen. Nach diesem Spektakel gab es ein deftiges frühstück.

Die nächsten Tage sollten im Zeichen von Ausfahrten stehen. Wir haben glück und die strecken sind sehr trocken sodass wir mit nicht viel Berge Aufwand zu rechnen haben. Hier ein paar eindrücke der Strecken im weitläufigen Waldgebiet rund um das Anwesen. Hier eine Bildergalerie von den Ausfahrten:

Natürlich haben wir auch Holz beschafft um ein köstliches Spanferkel zu genießen. Das gehört eigentlich zu jeder Tour obligatorisch dazu.

Natürlich ließen wir uns das süße Schwein schmecken und saßen bis in die Nacht am Lagerfeuer.

Bis dahin war alles besser als erwartet. Wir fuhren zu viert die strecken ab um zu sehen was der Winter und das Frühjahr übrig gelassen haben. Es war sehr trocken sodass wir sehr gut durch gekommen sind. Allerdings sollte sich, trotz einer guten Vorbereitung, ein spannender Fortschritt ergeben. . Details dazu in: ´Erste Panne auf tour 2017´

Viel spass beim lesen.

Grüße ex

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